Heinrich Eberhard Gottlob Paulus (1761- 1851) Bezorger van de eerste "Opera Omnia" van Spinoza

Heinrich Eberhard Gottlob Paulus (1761- 1851)Opvallend hoe over deze evangelische theoloog in de Duitse en Engelse Wikipedia niets te vinden is over het feit dat hij de eerste bezorger was van de verzamelde werken van Spinoza: Opera quae supersunt omnia.

Als je er iets over leest, bijvoorbeeld bij Jelle Kingma (zie aan het slot) wordt het accent erop gelegd dat het een wat slordige editie is, waarin nogal wat fouten voorkomen. Maar ik zou het accent willen leggen op zijn bijzondere verdienste om ervoor te zorgen, waar de belangstelling voor Spinoza sinds de Pantheismusstreit gestegen was, dat Spinoza niet alleen in stoffige bibliotheken te vinden was, maar bij boekhandelaren verkrijgbaar werd. Wel bestemd voor hen die Latijn lazen, uiteraard. Hem komt dus toe herinnerd te worden als de eerste die alle werken van Spinoza in twee banden uitgaf. Daarom over hem een wat langer blog.

Tijdens een wetenschappelijke reis door Duitsland, Nederland, Engeland en Frankrijk wijdde hij zich aan een studie van oosterse talen en werd in 1789 daarin professor aan de universiteit van Jena. In 1793 werd hij er gewoon hoogleraar in de theologie; daarna in 1803 in dezelfde functie in Würzburg. In 1807 werd hij Schulrat te Bamberg, in 1808 trok hij naar Nürnberg en in dat jaar werd hij lid van de Bayerischen Akademie der Wissenschaften. Van 1811 tot zijn emeritaat in 1844 werd hij hoogleraar in exegese en kerkgeschiedenis aan de universiteit van Heidelberg, waar hij betrokken was bij de aanstelling van Hegel in 1816. Hij stierf op 10 augustus 1851; zijn graf bevindt zich in de professorenrij op het Heidelberger Bergfriedhof.

Als lutheraan in de Verlichtingseeuw geloofde hij sterk in individuele autonomie en vrijheid t.o.v. de kerkelijke dogma’s. Hij stond een vrije en onbevooroordeelde studie van de theologie voor. Zijn richting in de theologie was dan ook vooral rationeel, meer dan religieus; met zijn rationele benadering had hij invloed op Hegels theologie. Paulus was voorstander van assimilatie van de joden in de Duitse cultuur. Naar zijn mening zouden de joden alleen als aparte natie gezien moeten worden, zolang ze nog hun religie toegewijd waren, want dat zorgde voor hun behoud in een land dat niet hun eigen land was en waarin ze volgens hem geen politieke rechten konden claimen.
Van zijn werken zouden tegenwoordig nog bekend zijn:

·       1802, Philologisch-kritischer und historischer Kommentar über das neue Testament

·       1828, Das Leben Jesu als Grundlage einer reinen Geschichte des Urchristentums (2 delen)

Paulus en Spinoza

Benedicti de Spinoza Opera qvae svpersvnt omnia: Itervm edenda evravit, praefationes, vitam avetoris, nec non notitias, qvae ad historiam scriptorvm pertinent, Benedictus de Spinoza. Hrsg Heinrich Eberhard Gottlob Paulus. Bibliopolio academico, Jena, 1802 [Volume 1 books.google - Volume 2 1803 books.google]

 

Over deze afbeelding van Spinoza die Paulus door H. Lips voor zijn uitgave heeft laten maken, kom ik met een apart blog.

Er is aardig wat over deze Paulus én zijn interesse in Spinoza te vinden, doordat er een biografie over hem verscheen, ook alweer in twee delen:
Karl Alexander von Reichlin-Meldegg, Heinrich Eberhard Gottlob Paulus und seine Zeit, nach dessen literarischem Nachlasse, bisher ungedrucktem Breifwechsel und mündlichen Mittheilungen dargestellt. Erster Band.  Verlags-Magazin, Stuttgart, 1853

Ik breng eerst een citaat uit het tweede deel, waarin een tekst waarin Paulus terugblikt op zijn Spinozawerk:

[294] "Gerade seit 1789 als ich an Eichhorn's Stelle nach Jena zuerst in die philosophische Facultät berufen wurde trafen dort mehrere Freunde des kritischen Philosophirens (Reinhold, Schiller, Erhard, Schmid, Fichte, Niethammer, Forberg, Stahl, Ritter auch der dem aus “der Weltseele” Alles gegeben sein sollte) als Lehrer zusammen. Spinoza, weil die alte Ausgabe seiner Schriften eine Rarität in den Bibliotheken war, wurde, wie eine mystisch magische Offenbarung von Schelling hervorbeschworen, geheimnißvoll gedeutet und mißgedeutet. Ich förderte deswegen 1802 und 1803 als in der Jenaischen Denkfreiheit rationalisirender Professor der Theologie, die Ausgabe Spinoza's.
      “Göthe stimmte mit der von dem abstractesten Philosophen nicht zu [295] erwartenden Weltanschauung überein, wie sie von diesem im tractatus theologico-politicus auf das sogenannte alte Testament angewendet ist. “
“Was das Hinüberblicken in das absolute Hyperphysische in der Philosophie betrifft, so wollte Göthe die Philosophen von Profession darüber wie er zu sagen pflegte, gerne gewähren lassen so viel sie könnten.” Er ließ als Zuhörer gerne sie sich aussprechen auch wenn sie wie Schelling es gleichsam als etwas ihnen ausschließlich offenbar Gewordenes im Besitz und Verschluß zu haben die Miene machten.” [cf books.google]

Uit het tweede deel enige uitvoeriger teksten, waaruit zijn bedoelingen met deze Spinoza-uitgave blijken.

[97] Außer Loder, Schütz, Hufeland und Andern wurde in Jena wieder der schon von Weimar aus gekannte Reinhold besucht, der ihm seine Vorstellungen von Spinoza mittheilte, zu welchem letzteren unser PauluS schon frühe sich hingezogen fühlte, und den er als Professor zu Jena nachmals herausgab. “Den 27 Besuch bei Herrn Rath Reinhold. Diskurs über Kant Der Herr Rath wird über Spinozismus seine Inauguraldissertation schreiben. Er stellt sich die Reihe der spinozistischen Raisonnnements so vor: Alles, was wir wissen sind nur Prädicate. Das Subject selbst kennen wir nicht. Was wir von ihm auffassen, ist nur phenomenon für unsere Vorftellungsart. Vom absoluten Subject können wir nichts behaupten, oder verneinen. Woran nichts, und was nicht unterschieden weiden kann, ist Eines, sagte Spinoza. Also das absolute Subject aller Phänomene ist Eines. Gott ist nicht theilbar; aber Alles ist Modifikation des absoluten Subjects der einzigen Substanz.” [226] Gleichzeitig neben der Ausarbeitung seines vortrefflichen Commentars [über das neue Testament] beschäftigte sich Paulus mit einer gründlichen Untersuchung des Lebens der Lehre und der Schriften des größten philosophischen Denkers der Neuzeit, BaruchSpinoza, nach dem er sich schon auf seiner Reise in der portugiesischen Synagoge zu Amsterdam bei den dortigen unwissenden Juden vergebens erkundigt hatte. Im Jahre 1801 war seine Thätigkeit vorzugsweise neben der Ausarbeitung des Commentars auf Spinoza gerichtet, und schon 1802 erschien seine immer noch jetzt beste Ausgabe dieses Philosophen mit den wichtigen, gelehrten Prolegomenen. Rückstchtlich seines Spinoza schreibt Paulus am 3 Dezember 1801: “Meine Scholasticismen hier werben Sie mir gewiß verzeihen, wenn ich sage, daß ich jetzt eben noch die Durchsicht einiger Bogen von Spinoza vollendet habe, den ich - noch vor Celsius - zu reediren Anlaß fand. Für Celsius nämlich bedarf es noch mehrerer Vorbereitungen, wenn mehr, als ein bloßer Abdruck daraus werben soll. Auch war der Buchhandel auf den beiden letzten Messen noch so geldarm daß sich kein ordentlicher Verleger dazu gefunden haben würde. Für eine Weile wurzelt der alte Spinoza besser, als alle palästinensischen ftutices. Und schon um seines tractatus theologico-politici [227] willen  verdient er ja in allen exegetischen Bibliotheken bald nach Nr 1 zu stehen,noch mehr aber in der Bibliothek jedes redlich Nachdenkenden wegen seiner Ethik und Briefe. Hier erscheint der Mann als einer vond enen, mit welchen ich, wäre es auch bloß in pythagoräischem Stillschweigen zuhörend und die Fülle ihres Geisters und Herzens bewunderend, leben zu können wünschte.”

Ein natürlich richtiger Instinkt hat Paulus zu dem Philosophen geführt, der schon in der Mitte des 17. Jahrhunderts gegenüber den biblischen Offenbarungsurkunden über ihre Entstehung, Aechtheit und Inspiration diejenigen freien Grundsätze hatte, welche in der Gegenwart die protestantisch-rationalistischen Theologen zu den ihrigen gemacht haben, manche selbst, ohne dabei auch nur an diesen alten jüdischen Rationaliften zu denken. Für einen Vernunftforscher in der Bibel mußte unter den Philosophen seit den wieder erwachten Wissenschaften Spinoza die willkommenste Erscheinung seyn, er, der mit der innigsten Religiosität den größten Freimuth der Wissenschaft, mit der Kindlichkeit des reinsten Charakters die höchste Furchtlosigkeit vor jedem Resultate vorurtheilslosen Denkens verband, der uns die Vernunft als die letzte Quelle der Religion nachwies, und zu zeigen versuchte, daß nur mit der Freiheit der Wissenschaft der Staat wirklich bestehen könne, für den nur eine Substanz Gott ober das in sich und durch sich Seiende existirte mit den Eigenschaften des unendlichen Denkens und der unendlichen Ausdehnung, so daß jedes einzelne Ding ihm nur eine bestimmte Existenzart einer und ebenderselben Substanz war nach der Eigenschaft des Denkens, wie die Seele, oder der Ausdehnung wie der Leib. Die Entwicklung der neueren Philosophie durch Schelling und Hegel muß auf den tiefsinnigen Amsterdamer Juden geb 1632 gestorben im Haag 167 zurückgeführt werden. Es war eine interessante Arbeit, durch die Ausgabe der Werke und die Darstellung des Lebens, wie der Lehre eines großen Philosophen, dasjenige Princip philosophisch zur Entwicklung zu bringen, welches Paulus theologisch in seinen übrigen Schriften bereits entwickelt hatte.

Von Paulus selbst stammen in dieser Ausgabe die Vorrede zum ersten, die Vorrede zum zweiten Bande, dieZusammenstellung der Collectanten zum Lebe  Splnoza's mit Anmerkungen am Ende des zweiten Bandes.

Schon die erste Vorrede, geschrieben zu Jena am 3 März 1802, zeichnet sich durch einen freien theologischen und philosophischen Geist und [228] die genaueste Kenntniß des von ihm behandelten Gegenstandes aus, und ist, wie Alles, was in dieser Ausgabe von Paulus Hand stammt, auch der lateinischen Form nach meisterhaft durchgeführt. Die Herren Theologen und Philosophen haben nach Paulus Spinoza’s Werke “öfter und heftiger widerlegt .”als “durchdacht und verstanden.” “Der Name Spinozismus wurde ihnen ein Schimpfwort. Die Schriften des großen Denkers verschwanden in den Bibliotheken. Man hatte eine Freude daran, diesen Schriften in denselben die Aufschrift:  “verderblich, ruchlos, atheistisch zu geben,” und sie “vor profanen Augen” zu verbergen. Man schien die ganze Untersuchung über Spinoza mit “dem verschollenen Klageliede” abgethan zu haben, daß sich der ganze Spinozismus auf eine falsche Definition von Substanz stütze. Die Sache ging so weit, daß, wenn man in unserer Zeit “dem unsterblichen Geiste eines Lessing Spinozismus vorwarf, man sich darunter irgend ein unbestimmtes, “kaum dem Namen nach bekanntes, afrikanisches Ungeheuer dachte, in der That aber nicht wußte, was Spinoza eigen und wesentlich war.” Er betrachtet dieses Denkers theologisch-politischen Traktat als “den Anfang einer freiern Einleitung ins alte Testament;” mit Recht bemerkt er, daß, was Spinoza über Propheten, über das Alter und den Ursprung der einzelnen alt-testamentlichen Bücher, über die kanonische Sammlung derselben, über die Art der Auslegung, über die Autorität der Vokale im hebräischen Texte u.s.w. gesagt, und vieles Andere, was als “Fortschritt der Exegese und biblischen Kritik der Neueren” bezeichnet wird ,von Spinoza nicht etwa prophetisch geahnt, sondern großen Theils von diesem Philosophen “schon eingesehen und bewiesen” wurde. Was durch “Eichhorn’s Verdienst” über das alte Testament unter den freisinnigen Theologen Deutschlands herrschende Ansicht wurde, lag schon in dem Werke des verketzerten Amsterdamer-Denkers verborgen, das man des verdächtigen Titels “theologisch-politisch” [229] wegen kaum einer näheren Ansicht würdigte. [books.google]

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Heinrich Eberhard Gottlob Paulus in de.wikipedia

Heinrich Eberhard Gottlob Paulus in en.wikipedia

Karl Alexander von Reichlin-Meldegg, Heinrich Eberhard Gottlob Paulus und seine Zeit, nach dessen literarischem Nachlasse, bisher ungedrucktem Breifwechsel und mündlichen Mittheilungen dargestellt. Erster Band.  Verlags-Magazin, Stuttgart, 1853 [Vol 1 books.google - Vol. 2 books.google]

*) Jelle Kingma, "Spinoza editions in the nineteenth century", in: Fokke Akkerman, Piet Steenbakkers. Spinoza to the Letter: Studies in Words, Texts And Books. BRILL, 2005  [books,google]

De bovenste afbeelding van Heinrich Eberhard Gottlob Paulus is een uitsnede uit een lithographie gemaakt door Conrad LʹAllemand & Antoine Maurin, afkomstig uit de Universitätsbibliothek Heidelberg [hier] De tweede afbeelding is van de Engelse wikipedia.

Afbeelding Benedicti de Spinoza Opera qvae svpersvnt omnia gevonden bij  antiquair Dan Wyman Books.