Weer boek op komst over Spinoza in de joodse Verlichting

Weer kan ik een aankondiging doen van een komend boek, waarover Ferdie Fluitsma mij begin augustus al tipte, maar waarbij ik wachtte tot de cover er vandaag eindelijk was. Het staat gepland in oktober te verschijnen - is wél erg prijzig.

Jan-Hendrik Wulf: Spinoza in der jüdischen Aufklärung. Oldenbourg Akademie Verlag Berlin, 2012, ISBN 978-3-05-005220-5 ca € 128,00
[cf. books.google]

"Baruch Spinoza als diskursive Grenzfigur des Jüdischen und Nichjüdischen in den Texten der Haskala von Moses Mendelssohn bis Salomon Rubin und in frühen zionistischen Zeugnissen

Kaum ein anderer Denker hat die jüdische Moderne in einem so hohen Maße beeinflusst wie der Philosoph Baruch Spinoza. Als eine intellektuelle Grenzfigur, die nach ihrer Verbannung aus der jüdischen Gemeinde Amsterdams im Jahre 1656 in die christlich-abendländische Gelehrtenwelt eintrat, inspirierte er jene Aufklärer der Haskala, die ein gutes Jahrhundert später nach einem eigenen jüdischen Weg in die europäische Moderne suchten. Diese Denker trafen dabei auf eine nichtjüdische Gelehrtenwelt, in der sich mit dem Namen des niederländischen Philosophen ebenso idealisierende intellektuelle Erwartungen wie irrationale Ängste gegenüber dem in Spinoza identifizierten intellektuellen Idealtypus des Jüdischen verbanden. Somit ist die Geschichte der jüdischen Rezeption Spinozas seit dem Zeitalter der europäischen Aufklärung stets ein Indikator dafür, welchen Stand das wechselhafte Verhältnis zwischen jüdischer und nichtjüdischer Welt gerade erreicht hatte. Im Nachvollzug der Verlaufsformen der jüdischen Spinoza-Rezeption vom 17. bis ins 20. Jahrhundert zeigt die vorliegende Studie, wie sich jüdisches Selbstbild und Fremdzuschreibung immer wieder wechselseitig bedingt haben."

Meteen wijs ik nog even op Feiner's magnum opus:

Shmuel Feiner, Haskala - Jüdische Aufklärung: Geschichte einer kulturellen Revolution. Aus dem Hebräischen übersetzt von Anne Birkenhauer. Olms Georg Ag, 2007

Haskala – Jüdische Aufklärung rekonstruiert erstmals die Geschichte der jüdischen Aufklärung im Europa des 18. Jahrhunderts in ihrer ganzen Bandbreite. Der Autor verwebt die Haskala-Bewegung mit der Geschichte der europäischen Aufklärung insgesamt, entwirrt die Verknüpfungen mit den Wandlungen, die sich im jüdischen Leben des 18. Jahrhunderts abspielen und verfolgt die publizistisch-öffentlichen Stürme, die die Haskala hervorrief. Das Buch beschreibt das revolutionäre Streben des modernen jüdischen Intellektuellen nach einem eigenen Status als Sprecher und Kulturschaffender der jüdischen Gesellschaft sowie die orthodoxe Gegnerschaft, die ihm in den Hütern des status quo erwächst. So entbrennt ein Kulturkampf zwischen zwei konkurrierenden Eliten, der rabbinisch-traditionellen und der maskilisch-subversiven, welche die säkulare Revolution hervorbringt. Die Einheitlichkeit des aschkenasischen Judentums zerbrach ein für allemal, es tat sich das Zeitalter der Moderne in der jüdischen Kulturgeschichte auf – im Zeichen von Kontroverse, Konfrontation und Spaltung. „Haskala – Jüdische Aufklärung“ basiert auf einem reichen Spektrum historischer Quellen und folgt unter auch sozialgeschichtlichen Aspekten den Ideen hinter den Entwicklungsstadien der Haskala, von den „frühen Maskilim“ bis zur Festigung der Bewegung in den achtziger Jahren und dem Zerfall ihrer Einrichtungen am Ende des 18. Jahrhunderts. Feiner analysiert die Haskala auf ihrer Gratwanderung zwischen Tradition und Moderne und schildert, wie sie den Juden im Aufbruch in die sich radikal wandelnde neue Welt die Richtung wies. Shmuel Feiner ist Professor für neuzeitliche jüdische Geschichte, Inhaber des Samuel Braun Lehrstuhls für die Geschichte der Juden in Preußen an der Bar Ilan-Universität, Ramat Gan, Israel. Er ist Vorsitzender des Leo Baeck Instituts Jerusalem und Autor u.a. von “Haskalah and History. The Emergence of a Modern Jewish Historical Consciousness” und “Moses Mendelssohn” (hebr.). [Amazon]

Haskalah and History: The Emergence of a Modern Jewish Historical Consciousness. Littman Library Of Jewish Civilization, 2004

Shmuel Feiner’s innovative book recreates the historical consciousness that fired the Haskalah—the Jewish Enlightenment movement. The proponents of this movement advocated that Jews should capture the spirit of the future and take their place in wider society, but as Jews—without denying their collective identity and without denying their past. Claiming historical legitimacy for their ideology and their vision of the future, they formulated an ethos of modernity that they projected on to the universal and the Jewish past alike. What was the image of the past that the maskilim shaped? What tactics underpinned their use of history? How did their historical awareness change and develop—from the inception of the Haskalah in Germany at the time of Mendelssohn and Wessely, through the centres of Haskalah in Austria, Galicia, and Russia, to the emergence of modern nationalism in the maskilic circles in eastern Europe in the last third of the nineteenth century? These are some of the questions raised in this fascinating exploration of an ideological approach to history which throws a searching new light on the Jewish Enlightenment movement and the emergence of Jewish historical consciousness more generally. [Amazon]

Verder is nog te wijzen op

Christoph Schulte, Die jüdische Aufklärung. C.H.Beck, 2002
[Statt 24,90 € nur noch 12,90 €]

 

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